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Der Scotch wird in drei Sorten unterschieden: der 'Malt Whisky' (Malzwhisky) aus Gerstenmalz, der in Blasenapparaten (sogenannten Pot-Stills) destilliert wird. Andere Bezeichnungen für den 'Malt' sind auch 'Single' oder 'Pure Whisky'. Des weiteren gibt es den 'Grain Whisky' (Getreidewhisky), aus unterschiedlichen Getreidearten in Kolonnenapparaten (Patent-Stills) destilliert, und als letzte Version den 'Blended Whisky', der meistens gemeint ist, wenn man von 'Scotch' spricht.
Malt Whisky wird aus reiner Gerste hergestellt. Dazu wird die Gerste eingeweicht und auf einer Mälztenne bis zu 12 Tage zum keimen gelagert. Dabei wird die Stärke in Zucker umgewandelt. Dieses grüne Malz wird über einem Feuer aus Buchenspänen, Holzkohle, Torf und Heidereisern getrocknet und geräuchert. Daher bekommt der Whiskey seinen einzigartigen Geschmack. Die Gerste wird anschließend geschrotet, mit heißem Wasser vermengt (um den Zucker zu lösen) und dann in großen Bottichen mit klarem Wasser und Hefe zum Gären gebracht. Nach zweimaliger Destillation wird der Malt Whisky in Sherryfässern aus Spanien gelagert, daher die dunkle Farbe. Die Lagerzeit beträgt mind. 3, meist aber eher 7-12 Jahre. Man unterscheidet in vier Gruppen: die Highland Malt Whiskys, die Lowland Malt Whiskys, die Island Malt Whiskys und die Campbletown Malt Whiskys.
Außer durch das Brennverfahren unterscheidet sich der Grain Whisky noch durch die Zutatenwahl. Der Hauptbestandteil ist Mais. Der Mais wird nicht gemälzt und nicht geräuchert. Aber ohne Verzuckerung kann die Maisstärke nicht in Alkohol umgewandelt werden. Deshalb mengt man einen kleinen Anteil gemälzter Gerste hinzu, um die Verzuckerung anzuregen. Die nächsten Schritte laufen ähnlich wie beim Malt ab.
Nach dem Brennen wird Whisky in Fässer gelagert, damit er reifen kann. Die verwendeten Holzfässer erlauben, dass ein Teil des Whiskys verdunstet, wodurch auch die unerwünschten Fuselstoffe abgegeben werden. Da Malt Whisky mehr Geschmacksstoffe enthält, dauert seine Reifung üblicherweise länger.
Nach der Reifung werden verschiedene Whiskysorten miteinander vermischt (verschnitten). Dieser 'Blend' wird durch mit enthärteten Wasser auf den erforderlichen Alkoholgehalt reduziert. Je nach Art der bei der Lagerung verwendeten Fässer ist der ausgereifte Whisky heller oder dunkler. Whisky, der in Eichenfässern gelagert wird, die unmittelbar vorher Sherry enthalten haben, wird während der langjährigen Lagerung dunkler. Nach sorgfältigem Filtern wird der Whisky auf modernen Abfüllanlagen in Glasflaschen gefüllt.
Das Destillieren ist nur einer von vielen Faktoren. Auch die natürlichen Faktoren, wie Wasser, Torf und Klima, wirken sich auf den Geschmack von Scotch Whisky aus. Wasser spielt dabei eine große Rolle. Eine Quelle mit gutem, weichen Wasser ist daher wichtigste Voraussetzung für jede Brennerei. Der Torf, über dessen Feuer das Malz getrocknet wird, gibt dem Whisky ebenfalls einen typischen Geschmack. Das Klima wirkt sich auf den Reifungsprozess aus. Luft dringt in die Fässer und verbindet sich mit dem Whisky. Unerwünschte Nebenbestandteile verdunsten im richtigen Maße. Es entsteht ein milder Whisky.